Tiefenmeer-Mineralien: Verbesserung der Hirndurchblutung bei Belastung und Senkung der Entzündungen nach Sport

Veröffentlicht am 12. Dezember 2017 | Wei C-Y et al.
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Bei körperlicher Anstrengung muss das Gehirn ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden, um Leistungsfähigkeit, Koordination und Muskelsteuerung aufrechtzuerhalten. Mit zunehmendem Alter lässt diese Regulation jedoch nach, was zu schnellerer Ermüdung führen kann.

Diese Studie untersuchte, ob Mineralien und Spurenelemente aus dem Tiefenmeer die Durchblutung des Gehirns während sportlicher Belastung verbessern und gleichzeitig Entzündungsreaktionen nach dem Training reduzieren können.

Junge und mittelalte Männer absolvierten anstrengendes Radfahren. Vor, während und nach der Belastung erhielten sie entweder ein Getränk mit Tiefenmeer-Mineralien oder ein vergleichbares Placebo.

Das Ergebnis: Mit Tiefenmeer-Mineralien war die Blutversorgung des Gehirns während der Belastung deutlich besser, besonders bei den mittelalten Teilnehmern. Gleichzeitig zeigte sich nach dem Training eine geringere Entzündungsreaktion, was auf eine schnellere und schonendere Erholung hinweist.

Die körperliche Leistungsfähigkeit selbst blieb vergleichbar, doch die Studie macht deutlich, dass Tiefenmeer-Mineralien vor allem schützende und stabilisierende Effekte auf Gehirn und Gefäße haben.

Fazit: Tiefenmeer-Mineralien können den Körper bei sportlicher Belastung unterstützen, indem sie die Gehirndurchblutung verbessern und entzündliche Stressreaktionen nach dem Sport abschwächen – besonders relevant für Menschen im mittleren Lebensalter.

Hintergrund

Die Regulation der Durchblutung im Gehirn ist ein zentraler Faktor für körperliche Leistungsfähigkeit. Während des Trainings steigt der Energiebedarf des Gehirns, da es die Muskelaktivierung und Koordination steuert. Gleichzeitig nimmt die Gefäßfunktion mit dem Alter ab, was die Versorgung des Gehirns unter Belastung einschränken kann.

Mineralien und Spurenelemente aus dem Tiefenmeer unterscheiden sich deutlich von oberflächennahem Meerwasser. Sie enthalten neben klassischen Mineralstoffen eine Vielzahl biologisch aktiver Spurenelemente, die durch fehlende Sonneneinstrahlung und geringe biologische Aktivität im Tiefenmeer erhalten bleiben.

Frühere Studien zeigten bereits positive Effekte auf Muskelkraft, Gefäßfunktion und Regeneration. Ziel dieser Studie war es, den Einfluss dieser Mineralien auf die Gehirndurchblutung während Belastung und auf Entzündungsprozesse nach dem Sport zu untersuchen.

Studiendesign

Die Untersuchung wurde als randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Crossover-Studie durchgeführt. Teilgenommen haben junge sowie mittelalte gesunde Männer.

Die Probanden erhielten entweder ein Getränk mit Tiefenmeer-Mineralien oder ein geschmacklich identisches Placebo. Die Einnahme erfolgte vor, während und nach einer intensiven Radeinheit. Die Gehirndurchblutung wurde während der Belastung mit einer nicht-invasiven Messmethode erfasst, zusätzlich wurden Entzündungsmarker im Blut nach dem Training bestimmt.

Zentrale Ergebnisse

 

Verbesserte Gehirndurchblutung während Belastung

Die Einnahme von Tiefenmeer-Mineralien führte zu einer deutlich stärkeren Durchblutung des frontalen Gehirnbereichs während des Trainings. Dieser Effekt war bei mittelalten Männern besonders ausgeprägt, was darauf hindeutet, dass altersbedingte Einschränkungen der Gefäßfunktion teilweise ausgeglichen werden können.

Reduzierte Entzündungsreaktion nach dem Training

Nach intensiver Belastung steigt normalerweise die systemische Entzündung im Körper an. In dieser Studie war diese Reaktion bei den Teilnehmern, die Tiefenmeer-Mineralien erhielten, deutlich abgeschwächt – insbesondere bei den mittelalten Probanden.

Keine Überstimulation des Stoffwechsels

Wichtige Stoffwechselparameter wie Laktat, Blutzucker und Herzfrequenz unterschieden sich nicht zwischen den Gruppen. Dies zeigt, dass die Wirkung der Tiefenmeer-Mineralien nicht auf eine künstliche Leistungssteigerung, sondern auf eine physiologische Unterstützung von Gefäß- und Zellfunktionen zurückzuführen ist.

Mögliche Wirkmechanismen

Die Autoren führen die Effekte vor allem auf die Spurenelemente im Tiefenmeer-Mineralprofil zurück. Elemente wie Magnesium, Lithium, Bor oder Rubidium stehen im Zusammenhang mit:

  • Gefäßregulation und Durchblutung

  • neuronaler Aktivität und Signalübertragung

  • antioxidativem Zellschutz

  • Abschwächung entzündlicher Prozesse

Diese Kombination könnte die sogenannte „zentrale Steuerung“ der Muskelarbeit stärken, indem das Gehirn während Belastung besser versorgt wird.

Bedeutung und Einordnung

Die Studie zeigt, dass Tiefenmeer-Mineralien nicht primär die Ausdauerleistung selbst steigern, sondern die Belastbarkeit des Organismus verbessern. Besonders für Menschen im mittleren Lebensalter kann dies bedeuten:

  • bessere Belastungsverträglichkeit

  • geringere Entzündungsreaktionen

  • potenziell schnellere Erholung

Schlussfolgerung

Mineralien und Spurenelemente aus dem Tiefenmeer verbessern die Durchblutung des Gehirns während körperlicher Belastung und reduzieren Entzündungsreaktionen nach dem Sport. Die Effekte sind besonders bei mittelalten Männern ausgeprägt und deuten auf eine schützende, regulierende Wirkung auf Gefäß- und Gehirnfunktion hin.

Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von Tiefenmeer-Mineralien als funktionelle Unterstützung für Regeneration, Gefäßgesundheit und altersbedingte Leistungsstabilität.

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