Nach intensiver körperlicher Belastung braucht der Körper Zeit, um sich zu erholen. Dabei spielen Wasser, Mineralstoffe und Spurenelemente eine entscheidende Rolle. Diese Studie untersuchte, ob Mineralwasser aus großer Meerestiefe die Regeneration nach starker körperlicher Erschöpfung schneller unterstützen kann als normales Trinkwasser.
Gesunde junge Männer absolvierten ein anstrengendes Laufprotokoll bei Hitze, das gezielt zu Dehydrierung und körperlicher Ermüdung führte. Anschließend tranken sie entweder normales Wasser oder aufbereitetes Tiefsee-Mineralwasser.
Das Ergebnis war deutlich: Personen, die Tiefsee-Mineralwasser erhielten, erholten sich wesentlich schneller. Ihre Ausdauerleistung war bereits wenige Stunden nach der Belastung wieder vollständig hergestellt, während dies mit normalem Wasser deutlich länger dauerte. Auch die Muskelkraft verbesserte sich schneller.
Zudem zeigte sich, dass typische Anzeichen von Muskelzellschäden und oxidativem Stress nach der Belastung bei den Teilnehmern mit Tiefseewasser kaum oder gar nicht auftraten. Dies deutet darauf hin, dass die im Tiefenmeerwasser enthaltenen Mineralien und Spurenelemente die Zellregeneration unterstützen und schädliche Stressreaktionen abmildern.
Fazit: Tiefsee-Mineralwasser kann die Erholung nach starker körperlicher Belastung deutlich beschleunigen und den Körper wirksam vor trainingsbedingten Schäden schützen.
Hintergrund
Körperliche Erschöpfung entsteht durch eine Kombination aus Flüssigkeitsverlust, Mineralstoffmangel, oxidativem Stress und mikrostrukturellen Muskelschäden. Besonders intensive Belastungen unter Hitze führen zu einer deutlichen Verzögerung der Regeneration. Während herkömmliche Rehydrierungsstrategien vor allem auf Wasser und Elektrolyte setzen, rückt die Rolle von Spurenelementen zunehmend in den Fokus der Forschung.
Tiefenmeer-Mineralwasser stammt aus mehreren hundert Metern Tiefe und unterscheidet sich grundlegend von Oberflächenwasser. Es enthält neben klassischen Mineralstoffen eine große Vielfalt an natürlichen Spurenelementen, die in oberflächennahen Gewässern oft fehlen. Die Autoren der Studie stellten die Hypothese auf, dass diese besondere Zusammensetzung die Regenerationsfähigkeit des menschlichen Körpers verbessern kann.
Studiendesign
In einer randomisierten, doppelblinden Crossover-Studie nahmen gesunde männliche Probanden an einem standardisierten Belastungstest teil. Die Teilnehmer liefen bei hoher Umgebungstemperatur so lange, bis ein relevanter Flüssigkeitsverlust erreicht war.
In der anschließenden Erholungsphase tranken sie entweder
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normales, gereinigtes Wasser oder
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entsalztes Tiefenmeer-Mineralwasser mit identischem Geschmack und gleicher Energiedichte.
Gemessen wurden Ausdauerleistung, Muskelkraft, Hormonreaktionen, Entzündungsmarker, Marker für Muskelschäden sowie oxidative Stressparameter über einen Zeitraum von bis zu 48 Stunden.
Zentrale Ergebnisse
1. Schnellere Wiederherstellung der Ausdauer
Nach normalem Wasser blieb die maximale Ausdauerleistung über zwei Tage reduziert. Mit Tiefenmeer-Mineralwasser war sie bereits nach wenigen Stunden vollständig wiederhergestellt.
2. Verbesserte Muskelkraft
Die Muskelkraft war nach der Belastung mit Tiefenmeerwasser nicht nur schneller wieder normal, sondern zeitweise sogar höher als vor der Belastung.
3. Schutz vor Muskelschäden
Typische Marker für trainingsbedingte Muskelschädigung stiegen bei normaler Rehydrierung an, während sie bei Tiefenmeerwasser praktisch vollständig unterdrückt wurden.
4. Reduktion von oxidativem Stress
Oxidative Zellschäden nahmen nach der Belastung deutlich zu, konnten jedoch durch Tiefenmeerwasser erheblich abgeschwächt werden.
5. Keine unerwünschten hormonellen Effekte
Stress- und Leistungshormone reagierten erwartungsgemäß auf die Belastung, unterschieden sich jedoch nicht zwischen den beiden Trinkstrategien. Dies spricht für eine gezielte Wirkung auf Zell- und Regenerationsprozesse, nicht auf das Hormonsystem.
Mögliche Wirkmechanismen
Die Autoren führen die positiven Effekte auf die Kombination zahlreicher Spurenelemente zurück, darunter Magnesium, Bor, Lithium und Rubidium. Diese Stoffe sind an antioxidativen Schutzmechanismen, der Stabilisierung von Zellmembranen und der Energieverwertung beteiligt.
Besonders hervorgehoben wird, dass viele dieser Elemente nicht vom Körper selbst gebildet werden können und bei starkem Schwitzen verloren gehen. Tiefenmeerwasser könnte diesen Verlust schneller und vollständiger ausgleichen als herkömmliche Getränke.
Einschränkungen
Die Studie untersuchte ausschließlich akute Effekte nach einmaliger Belastung. Ob eine dauerhafte Einnahme langfristige Vorteile oder auch mögliche Nachteile für Trainingsanpassungen hat, bleibt offen. Zudem können Zusammensetzung und Wirkung von Tiefenmeerwasser je nach Herkunft stark variieren.
Schlussfolgerung
Tiefenmeer-Mineralwasser beschleunigt die Regeneration nach intensiver körperlicher Belastung deutlich. Es stellt eine effektive Strategie dar, um Ausdauer, Muskelkraft und Zellintegrität nach Erschöpfung wiederherzustellen.
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Spurenelementen für die körperliche Belastbarkeit und eröffnen neue Perspektiven für Regeneration, Sporternährung und Präventionsmedizin.